Götter, Mythen, Oliven und der Al-Inclusive Wahnsinn

Hotelempfehlung für Kreta

Dieses Jahr ist es soweit, nach den Sommerferien sind wir für die nächsten zwei Jahrzehnte an die Schulferien gebunden. Dies wollten wir unbedingt nochmal nutzen um vor den Sommerferien zu verreisen. Die Entscheidung fiel auf die griechische Insel Kreta. Für uns vier ein absolutes Novum sowohl für die Insel Kreta, die griechische Mentalität an sich und das erste Mal war es eine Al-Inclusive Paket Buchung. Bei Pauschalurlaub mit Al-Inclusive Paket denke ich in erster Linie an die typischen Touristen die sich mittags schon die Cocktails bis zur Last Order reinkippen und am Buffet Essen bunkern als würde es sonst nichts geben.

Sonst waren wir eher individuell oder maximal per Halbpension unterwegs. Aber so schlimm war es gar nicht. Ich muss zugeben, es hatte schon was, man konnte sich am Strand eine freie Liege nehmen ohne dafür für einen halben Tag ein Vermögen zu bezahlen. Durch den Sonnenschirm gab es für die Kinder ausreichend Schatten für ein Mittagsschläfchen am Strand. Man konnte so viel zu trinken an der Beachbar holen wie man mochte, kleine Snacks oder Würstchen gab es für den kleinen Hunger für Zwischendurch, da ja bekanntlich schwimmen und toben im Meer hungrig macht. So ertappte ich mich dabei, dass ich diese Art echt entspannend fand, wenn man sich so um rein gar nichts kümmern muss. Es war auf jeden Fall mal eine Erfahrung wert die ich durchaus wiederholen würde, aber einer coolen airbnb Unterkunft nicht zwingend vorziehen würde. Natürlich gab es die üblichen Verdächtigen, die von Kreta nur den Flughafen und die Strandbar gesehen haben. Ich meine klar ist alles im Preis mit drin, aber ich hatte noch nicht einmal das Verlangen nach ständig einem Bier oder Cocktail bei 30 Grad und Sonnenschein. Aber so sind die Bedürfnisse ja zum Glück verschieden und jeder definiert seinen Urlaub anders für sich. Ich für meinen Teil habe es sehr genossen mal in Ruhe auf der Strandliege zu lümmeln, während die Kids sich am Strand vergnügten.

Ach ja Animation gab es auch. Aber auch hier fand ich alles in Maßen. Wer mochte konnte teilnehmen, wer keine Lust hatte, der wurde in Ruhe gelassen. Man war ja nicht gezwungen an irgendeinem Programm teilzunehmen und die Anlage war groß genug um sich ein ruhigeres Plätzchen zu suchen. Die Hauptaktivitäten fanden natürlich am Hauptpool statt. Aber am Meer oder an den anderen Pools war davon nichts zu spüren.

Creta Maris Beach Resort Chersonissos

Unsere Hotelanlage verdient definitiv die fünf Sterne die angegeben waren. In dem Hotel fehlte es wirklich an nichts. Es gibt zwar unzählige Zimmer und eine riesige Gartenanlage mit toller Flora und Fauna in der sich insgesamt sieben Pools mit jeweiliger Poolbar, sechs Themenrestaurants und unzählige Bungalows verteilen. Trotzdem entsteht nie der Eindruck, dass man sich in einer Hotelanlage befindet, sondern es wirkt eher als würde man sich in einem kleinen griechischen Dorf bewegen.

Bei unserer Ankunft wurden wir erstmal mit Informationen erschlagen wo man sich befindet, wo es Essen gibt und so weiter. Aber dank einer guten Beschilderung, aufgestellten Karten und der eigenen CretaMaris App kann man sich gut orientieren. Zu unserem Bungalow, wurden wir samt Gepäck mit einem Golfcaddy gefahren, zwischendurch erzählte uns der Fahrer zu den jeweiligen Gebäuden etwas was sich z.B. dort für ein Restaurant befindet. Ich war echt beeindruckt wie der Fahrer den Golfcaddy durch die engen Wege und Kurven vorbei an anderen Gästen lenkte. Nach einer kleinen Spritztour kamen wir an unserem Bungalow an mit Zimmer im Erdgeschoss und 50m Luftlinie zum Pool. Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, erkundeten wir ein wenig die Anlage und machten uns auf den Weg zum Meer. Es kann an der Nebensaison gelegen haben oder an der riesigen Anlage, es fühlte sich nie wirklich überlaufen an.

 

Was mir persönlich sehr gut gefiel, war das Konzept mit den Restaurants. Morgens nachdem Frühstück hatte man die Möglichkeit sich einen Tisch für eins der Themenrestaurants zu reservieren. Neben griechischen Tabas, Kretischer Küche und Barbecue an einem Strandrestaurant gab es noch Italienische Küche oder das klassische Buffet wofür man allerdings keine Reservierung benötigte. Die Wahl innerhalb der Hotelanlage auch anders als am Buffet zu Essen war sehr abwechslungsreich, zumal es in den Restaurants ruhiger zu ging, je nach Uhrzeit konnte es am Buffet schon mal wuselig werden. Etwas enttäuscht waren wir alle von den Griechischen Tapas. Ich glaube Schuld daran sind die köstlichen Tapas aus Spanien die wir kennen, aber das ist kein Vergleich zu der griechischen Art. Aber somit ist man eine Erfahrung reicher geworden. Umso besser war das Barbecue direkt am Meer. Geschmacklich hat mir persönlich die kretische Küche am besten gefallen, aus Höflichkeit und auch weil es so lecker war, habe ich so viel gegessen, dass ich danach kaum noch laufen konnte.

Aber nicht nur kulinarisch hat das Creta Maris Beach viel zu bieten. Familien kommen dort voll und ganz auf Ihre Kosten. Es gibt einen Kinderclub mit Betreuungsprogramm, Mini Disco, Kinderspielplatz und neben den kleinen Kinderpools an den jeweiligen großen Pools gibt es auch einen eigenen Kinderpool mit Wasserpilz und zwei Rutschen.

Ja ich muss zugeben diese Hotelanlage kann ich ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Hier bekommt ihr das rundumsorglos Paket und habt für euch trotzdem genug Ruhe und Freiraum. Wem es am Strand zu voll wurde der konnte außerdem noch auf eine kleine Bucht ausweichen in der man in eine kleine Grotte schwimmen konnte bzw. Von oben vom Fels ins Wasser springen konnte. Für unseren angehenden Schwimmer war es das Größte und er fand sich gleich wieder in seiner Abenteuer Piratenwelt.

Das Wasser war sehr sauber und man konnte sehr weit reinlaufen. Zu Beginn musste man etwas mit den größeren Steinen aufpassen, aber nach ein paar Meter ging es und man hatte Sand unter den Füßen. Der Strand hatte eine feine Sandkiesmischung in dem man aber bequem laufen konnte. An unserem Abreisetag hatten wir auf Grund des Rückflugs am Abend, die Möglichkeit unsere Taschen in den bewachten Kofferraum zu lagern und konnten so noch die letzten Sonnenstunden am Strand verbringen. Anschließend konnten wir in einem extra Dusch- und Umkleidebereich uns frisch machen. Duschgel und Handtücher sind dort vorhanden und so habt ihr keine nassen Handtücher die ihr für mehrere Stunden ins Gepäck packen müsst.

Mein Fazit vom ersten Al-Pauschalurlaub

Alle Reisebeteiligten waren voll zufrieden und entspannt und auch traurig als der Rückflug näher rückte. Früher für mich undenkbar, aber mit Familie überdenkt man die Reisen dann auch mal und gönnt sich zwischendurch auch gerne mal so ein Schlaraffenland Verwöhnprogramm. Da tief in mir aber die Abenteurer und Entdeckerlust wohnt, konnte ich natürlich nicht die ganze Zeit in der Hotelanlage verbringen. Ich wollte selbst etwas neben dem schönen Schein sehen und auch unseren Kindern vermitteln wie gut es Ihnen in Deutschland geht. Vor allem unser ältester der nach dem Urlaub eingeschult wurde, war sichtlich betroffen als er die ganzen Strassenkatzen gesehen hat, die ausgehungert im Müll etwas Essbares suchten oder wie wir durch abgelegene Bergdörfern geschlendert sind.

Im Folgenden Bericht erfahrt Ihr etwas zu den möglichen Ausflugszielen

Hier noch ein paar Impressionen

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