10.Arrondissement – Liebe auf den zweiten Blick

Zuerst einmal möchte ich euch gerne von unserer Unterkunft berichten, eine Wohnung im 10.Arrondissement die ich über das Portal airbnb gebucht hatte. Der Preis lag bei 69,-Euro die Nacht, für den Preis bekommt man in Paris nur schwer ein Hotel. Nicht das ich nicht auch gerne im Hotel übernachte, aber so eine eigene Wohnung für ein paar Tage hat seinen ganz eigenen Flair. Die Buchung über airbnb und die Kontaktaufnahme von unserer Vermieterin hat super geklappt. Keine 24 Stunden später hatte ich die Bestätigung, dass die Wohnung für den geplanten Zeitraum zur Verfügung steht.

Nachdem die Buchung und Zahlung abgeschlossen war bekam ich kurze Zeit später weitere Infos zur Wohnung. Zur Zahlung sei noch gesagt, dass euer Geld erst einmal bei airbnb auf einem Konto geparkt wird und der Vermieter erst 24 Stunden nach dem Check-In das Geld erhält wenn alles so ist wie es sein sollte. Bei uns hat aber alles problemlos funktioniert. Am Anreisetag wurden wir von einer Bekannten der Vermieterin in der Wohnung empfangen, kurzer Rundgang, W-LAN Passwort und Wohnungsschlüssel erhalten und fertig war unser Einzug. Die Beschreibung und Fotos der Wohnung waren wie erwartet und wir waren absolut zufrieden mit unserer Unterkunft. Ein modern eingerichtetes Appartement in einem Haus aus dem 17.Jahrhundert welches man über eine alte Holztreppe erreicht, die vermutlich genauso alt ist wie das Haus, so ausgetreten sind die Stufen bereits die mit Sicherheit schon einiges mitgemacht haben. Eine Unterkunft von Privat über airbnb zu buchen ist eine wirklich gute Alternative zum Hotel und bestimmt nicht unsere letzte Buchung. Wenn ihr auf den Geschmack gekommen seit aber noch keinen Airbnb Account habt dann klickt hier zur Anmeldung und ihr bekommt 22 € Reiseguthaben für die erste Buchung.

Appartement

Nach dem ihr im letzten Artikel bereits lesen konntet wie die Fahrt mit dem Thalys war nehme ich euch jetzt mit zum Gare du Nord, unserem Ankunftsbahnhof.

Als wir aus dem Zug stiegen wurden wir gleich von der Menschenmasse gepackt und durch das Gewusel raus auf die Straße gespült. Bäm da standen wir nun mitten im 10. Arrondissement, überrascht von den angenehm warmen Temperaturen Anfang Oktober. Das 10. Arrondissement liegt auf der rechten Seite der Seine und grenzt im Osten an das 11. Arrondissement. Unser Appartement befand sich in der Rue du Faubourg Saint-Denis. Ehemals eine Prachtstraße über die Adelige durch die Porte Saint Denis in die Stadt kamen. Die Porte Saint-Denis ist ein Denkmal in Form eines Triumphbogens zu Ehren des französischen Königs Ludwig XIV.

Vom Bahnhof bis zu dem Haus unserer Unterkunft waren es gerade mal 15 Minuten Fußweg. Dank der Offlinekarte von MapsWithMe war der Weg dorthin leicht zu finden. Das 10. Arrondissement ist ein Arbeiterviertel, multikulturell, quirlig, dreckig und laut. Alles andere als eine touristische Gegend, hier bekommt man das echte Leben mit, fernab von der Champs Elysees, das Viertel zeigt sich von der ungeschminkten Seite, es sagt dir, hey so bin ich, mit meiner Vielfalt, der Armut auf der Straße zwischen den kleinen Cafés und Bars. Auf dem Weg zur unserer Wohnung wurden wir überflutet mit Eindrücken, ich wusste selbst noch nicht so recht ob ich mich in dem Viertel wohlfühlen sollte. Es war ein bisschen wie die Flucht vom Bahnhof rein in unser neues zu Hause für die nächsten 48 Stunden.

Die Wohnung lag zu einem Hinterhof sehr ruhig. Hier konnte man erst mal verschnaufen und sich frisch machen bevor es wieder raus auf die Straße ging. Wir liefen also erst mal ein wenig durch die Straßen auf der Suche nach einem Einkaufsmarkt um ein paar Kleinigkeiten wie Milch, Zucker und Kaffee zu besorgen. Anschließend kehrten wir ein ins Bistrot Renaissance auf der 19 Rue René Boulanger und hatten dort einen schönen Tisch direkt am offenem Fenster. Beim Abendessen konnte man herrlich das bunte Treiben auf der Straße beobachten. Auf dem Rückweg fiel uns an der Metrostation ein Mann auf der Maiskolben verkaufte. Eigentlich nichts ungewöhnliches, nur die Art der Zubereitung war genial. Er nahm einfach einen Einkaufswagen, stellte in die Mitte eine Tonne mit Kohle und grillte darüber die Maiskolben. Eine andere Variante war Maronen mit dieser Technik zu rösten.

Abends nach dem Essen und vielen Eindrücken später fühlten wir uns gar nicht mehr so fremd in unserer vorübergehenden Heimat. Am nächsten Tag bewegten wir uns schon ziemlich routiniert durchs Viertel und durch die Metrostationen. Geweckt wurden wir in unserem Appartement von dem frischen köstlichen Duft der Patisserie die ihre Tür zu unserem Hinterhof auf hatte und so der Duft bis in unser Schlafzimmer zog, da bekam man gleich Lust auf ein warmes Croissant. Das 10. Arrondissement  ist ein Viertel das man nehmen muss wie es ist, uns hat es gefallen. Es war quasi Liebe auf dem zweiten Blick. Wir würden definitiv wieder in dieses Viertel und in das schöne Appartement kommen. Für einen Städtetrip nach Paris ist die Lage perfekt. Hier könnt ihr günstig wohnen und seit in zwei Gehminuten an der Metrostation Strasbourg, von dort kommt ihr bequem ins Zentrum. Was ihr dort so alles in 48 Stunden unternehmen könnt, lest ihr im nächsten Artikel.

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4 Gedanken zu “10.Arrondissement – Liebe auf den zweiten Blick

  1. Pingback: 5 coole und familiengerechte Airbnb Unterkünfte weltweit

  2. “ … ist ein Viertel, das man nehmen muss wie es ist.“ Dieser Satz hat mir eindeutig am besten gefallen.
    Ich muss zugeben, dass das 10. mir persönlich nicht so gut gefällt. Aber möglicherweise bekommt es nach eurem Artikel ja irgendwann noch eine weitere Chance und durch den schönen Satz von euch kann ich es dann vielleicht sogar mit anderen Augen sehen. Danke dafür 😀

    Liebe Grüße, Iris

    • Hallo Iris,
      das freut mich zu hören. Manchmal muss man manchen Dingen mal eine zweite Chance geben. Es kommt meist ja durch mehre Umstände zu Stande, dass man etwas doof fand. Ging mir auch schon so.
      Viele Grüße, Christian

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