Paris 2005

Paris ist und bleibt eine wunderschöne Stadt.

aussicht eifelturm

Bereits 1996 durfte ich diese Stadt für einen Tag besuchen, damals noch während meines Aufenthalts bei einer französischen Gastfamilie.

Auch hier war es in erster Linie die Reise- und Abenteuerlust. Der große Sprachenexperte war ich nie was auf meine mangelnde Lust an Vokabeln lernen zurückzuführen ist. Aber um an dem Austausch teilzunehmen musste man mindestens das zweite Jahr französisch wählen und mind. ein „befriedigend“ erreichen. Und siehe da, wenn man ein Ziel erreichen will schafft man es auch. Ging es mir doch in erster Linie darum nach Frankreich zu fahren. Auf dem Austausch habe ich viele Interessante Eindrücke erlebt und nette Menschen kennen gelernt.

Schon damals bei der Busfahrt durch Paris war ich von der Stadt begeistert und hatte mir das Ziel gesetzt, eines Tages hier her zurück zu kommen.

Das ganze hat dann immerhin 9 Jahre gedauert. Eigentlich zu einem Zeitpunkt wo ich nicht unbedingt einen Trip geplant hatte, aber da eine Freundin von mir in der Zeit in Paris, genauer gesagt Nanterre ein Auslandssemester machte, war die Gelegenheit günstig. Also beschloss ich für eine Woche Paris in aller Ruhe zu bereisen.

Hin- und Rückflug Ticket für 90€ gebucht und los. Heute würde ich wohl eher das Angebot von Thalys in Anspruch nehmen und mit dem Zug fahren. Günstiger war nur die Übernachtung. Ich hatte die Gelegenheit mit im Studentenwohnheim im Zimmer auf Isomatte und Schlafsack zum Nulltarif zu übernachten. Klein aber fein mit Duschen und Küche auf dem Flur.

Ausblick vom Studentenwohnheim

Da ich zu dieser zeit großer Fan vom Buch Sakrileg war, hatte ich natürlich einige Anregungen auf den Spuren von „Sir Robert Langdon“ zu sein und ging unter anderem auf die Suche nach der Rosenline. Findet man übrigens auch Mitten im Louvre in der Napoleon Halle.

Aber auch Ausflüge nach Montmartre durften nicht fehlen. Der Blick über die Stadt vom Sacre Coeur ist einfach herrlich, die kleinen Gassen des Künstlerviertels sind wundervoll und natürlich war der Besuch und ein Tässchen Kaffee im Cafe „de deux moulins“ (Bekannt aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“) mit auf meiner To Do Liste. Das Cafe war im Gegensatz zum Film etwas ernüchternd. Lag es vielleicht daran das der Film schon länger zurück lag als mein jetziger Besuch? Jedenfalls den Tabakladen im Cafe gibt es nicht, sondern nur im Film. Und auch ansonsten hätte man sich in jedes andere Cafe setzten können es hätte keinen Unterschied gemacht. Ansonsten bin ich durch Montmartre geschlendert bis hin vor Sacre Coeur. Hier kann man wunderbar das Treiben der Musiker und Touristen beobachten. Eins meiner Lieblingsplätze in Paris. Aber trotz der tollen Kulisse gibt es auch hier wie so oft Touristenfallen. Auf den Treppen zur Sacre Coeur stehen Männer mit bunten Bändern. Sie werden versuchen euch den Weg zu versperren und voll zu quatschen und dabei euch ein Armband ums Handgelenk zu wickeln. Dafür wollen sie dann natürlich Geld. Am besten geht Ihr zügig weiter und ignoriert sie oder wehrt euch vehement.

Fazit: wieder einmal begeistert von der Stadt trat ich die Heimreise an mit dem Ziel irgendwann wieder her zu kommen.

Highlights und Tipps

  • Eiffelturm (wer ganz nach oben möchte sollte bei gutem Wetter viel Geduld mitbringen. Man kann schon mal eine ganze Weile anstehen. Ich hatte zum Zeitvertreib ein Buch dabei was mir die Wartezeit verkürzte) generell sollte man aber schon einen halben Tag einplanen, am besten macht man sich direkt nach dem Frühstück mit der Metro auf den Weg. Aus der Station raus einfach der Menge folgen, verfehlen kann man den Eiffelturm nicht. Um auch wirklich an dem geplanten Tag bis rauf zu fahren kann man sich mittlerweile schon Tickets online kaufen. Hatte ich nicht und ich habe keine Ahnung ob es damals schon angeboten wurde, ich hatte einfach Glück und Geduld dass ich nach langem Anstehen irgendwann im Aufzug stand.
  • Triumphbogen (abends hat man von oben einen schönen Ausblick über das Lichtermeer der Stadt)
  • Louvre (Dafür sollte man min. einen Tag einplanen, in meinem Fall hatte ich mir spontan den einzigen Regentag der Woche ausgesucht, man kommt von der Metro Station sogar trockenen Fußes zum Haupteingang)
  • Notre Dame
  • Saint Sulpice, wie ich finde ein echter Geheimtipp zu Notre Dame. Die Kirche ist bei weitem nicht so von Touristen überlaufen, ich war fast alleine dort. Auch hier gibt es natürlich Dinge aus dem Buch „Sakrileg“ zu entdecken wie z.B. die Rosenlinie die sich quer durch die Kirche zieht

Kleiner Tipp am Rande für die metro, achtet auf die Züge in die Ihr einsteigt.

Mir ist es passiert, dass ich in den Zug Richtung Nanterre eingestiegen bin, wie immer, habe aber übersehen das es Lang- und Kurzzüge gibt. Somit bin ich zwar Richtung Nanterre gefahren wo ich auch hin musste, aber die Haltestelle an der ich raus musste wurde nicht angefahren. Also an der nächsten raus und wieder zurück. Wobei solche Erfahrungen machen das Reisen doch im Nachhinein erst aus und wer aufmerksam weiter liest wird feststellten das solche Erfahrungen mehr als einmal, wenn auch in anderer Form wieder kommen.

Impressionen

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